Finnland – Baltikum 2026

Samstag, 26. September 2026, Wien – Chruściechów, 632 km

Wir starten unsere Reise um 10:30 h, fahren über die S1/A5, verlassen die Autobahn bei Großkrut und fahren bei Reinthal um 11:30 h über die Grenze und über Landstraßen, über die Karpaten, entlang Wäldern und abgeernteten Feldern, bis Ostrava. Dort fahren wir auf die gebührenfreie Autobahn nach Polen (16:15 h). Hier sind die meisten gut ausgebauten Autobahnen gebührenfrei. Kurz vor Lodz fahren wir auf die Autostraße S8, weiter auf der Straße 48 nach Osten und dann über schmale Straßen durch die Wälder und Häuseransammlungen in den kleinen Ort Chruściechów, südlich von Białobrzegi. Dort haben wir in park4night einen Übernachtungsplatz gefunden: in einem umzäunten Anwesen (alten Gutshof?) mit Park, Teich und Kühen. Wir haben den Besitzer bereits während der Fahrt angerufen und gefragt, ob wir dort übernachten können. Als wir dort gegen 20:15 h im Dunkeln angekommen sind, haben wir ihn nochmals angerufen und er hat uns das schmiedeeiserne Tor geöffnet. Wir dürfen dort gratis übernachten und auch Strom nutzen.

Während der gesamten Fahrt hatten wir sonnige 20°C und extrem wenig Verkehr auf der Autobahn. Am Abend kühlt es ab auf 11°C.

Sonntag, 27.09.2026, Chruściechów – Suwałki, 328 km

Nach einer ruhigen Nacht verlassen wir den Gutshof und fahren über die Autobahn S61, vorbei an Warschau – hier herrscht mehr Verkehr – bis Łomza und suchen ein Restaurant fürs Mittagessen. Neben der Autobahn sehen wir zahlreiche Obstplantagen und Kukuruzfelder. Anschließend fahren wir zunächst über Landstraßen – viele der Ortschaften bestehen nur aus einigen Häusern, es gibt aber selten Kirchen oder Lokale – und dann wieder auf der S61 – es sind viele LKWs unterwegs – bis Suwałki und übernachten auf einem Picknickplatz nördlich des Ortes.
In der Tschechei haben wir nur tschechische Fahrzeuge gesehen, darunter einige Camper. In Polen waren vereinzelt ausländische Fahrzeuge unterwegs, im Norden viele Litauer – PKWs und LKWs.

Montag, 28.09.2026, Suwałki – Kaunas, 119 km

Wir fahren weiter auf der Autobahn S61 nach Kaunas, überqueren dabei die Grenze nach Litauen gegen 10 h und verlieren eine Stunde, da die baltischen Staaten ebenso wie Finnland die osteuropäische Zeit (UTV+02:00) haben. 8 km vor dem Campingplatz Lake Camping kommen wir in einen Stau und verlieren nochmals 45 Minuten. Nach dem Mittagessen in einem einfachen, aber guten Lokal mit typisch litauischer Küche fahren wir mit den Rädern auf einem Radweg entlang dem Nemunas (Memel) ins Zentrum und kommen zur Burg, die im 13. Jh. im Stil der norddeutschen Backsteingotik vom deutschen Orden errichtet wurde. Weiter zum Rathaus, das an eine spätbarocke Kirche erinnert und in Kaunas „weißer Schwan“ genannt wird. An der Nord- und Ostseite des Platzes stehen gotische Häuser, in denen sich heute vor allem Restaurants befinden. An der Ecke zur Vilniaus gatve steht die Kirche St. Peter und Paul, das größte gotische Bauwerk Litauens. Das Äußere in Backsteingotik, der Innenraum im Barock mit neun Barockaltären. Vor allem die Skulpturen des Hauptaltars sind sehenswert. Wir fahren in die Aleksoto gatve zur ältesten Kirche der Stadt, der Vitautas-Kirche (leider geschlossen) du zum Perkūnas-Haus, wahrscheinlich ein Kontor der Hanse. Dann geht es weiter über die Vilniaus gatve (Fußgängerzone) mit zahlreichen Cafes, Restaurants und Geschäften, vorbei am Präsidentenpalast der ersten litauischen Republik, weiter die Laisvės alėjai zur Michaelskirche, die als russisch-orthodoxe Kathedrale erbaut wurde. Bergauf geht es weiter zur Auferstehungskirche. Nach der Unabhängigkeit Litauens gab es Überlegungen zum Bau einer neuen Kirche als Dank für die Unabhängigkeit und als Symbol des Nationalbewusstseins. 1940 wurde die Kirche fertiggestellt, jedoch kurz danach während der deutschen Besatzung als Papierlager genutzt. In der Sowjetzeit wurde sie als Fabrik für Radioapparate genutzt. 1989 wurde das Gebäude der katholischen Kirche zurückgegeben. Die Kirche besitzt einen 70 m hohen Turm, das Mittelschiff hat ein begehbares Flachdach, das als Dachterrasse mit Aussichtsplattform genutzt wird. Die Kirche ist ein Beispiel der Architektur des Funktionalismus mit einem lichtdurchfluteten Innenraum.
https://de.wikipedia.org/wiki/Christi_Auferstehung_(Kaunas)
Mit dem Aufzug fahren wir auf die große Aussichtsterrasse, von der man einen faszinierenden Blick auf die Stadt hat. Dann geht´s wieder bergab und über die Burg zurück zum Campingplatz.

Dienstag, 29.09.2026, Kaunas – Riga, 264 km

Dienstag, 29.09.2026, Kaunas – Riga, 264 km 

Im Gegensatz zu den letzten Tagen scheint heute keine Sonne, ist aber mild. Wir verlassen Kaunas über die E67/A1 zur E67/A8. Das ist eine breite Bundesstraße, allerdings mit Baustellen mit langen Gegenverkehrsbereichen mit Ampeln. Vor Riga geraten wir in einen Stau, der uns ca.45 min kostet – da sieht man erst, wie viele LKWs au der Süd-Nord-Route unterwegs sind. Gegen Mittag erreichen wir Lettland und gegen 15 h den Campingplatz Riverside auf der Insel Kipsala in Riga. Es regnet leicht, bleibt aber den Nachmittag großteils trocken.

Über die Brücke Vansu tilts fahren wir mit den Rädern über die Daugava in die Altstadt. Vorbei an der St. Jakob-Kathedrale kommen wir zu den Drei Brüder, der ältesten Wohnanlage in Riga. Jedes der drei Gebäude wurde in einem anderen Jh. erbaut, das älteste mit gotischen Nischen und Stufengiebel 1490. Gleich danach kommen wir zum Schwarzhäupterhaus auf dem Rathausplatz und stellen unsere Räder ab. Wir gehen ein paar Schritte und haben einen guten Blick über die Daugava auf die Nationalbibliothek (2014 vom lettischen Architekten Gunārs Birkerts erbaut). Am Rathausplatz befindet sich auch das neue lettische Okkupationsmuseum zur Besatzungsgeschichte. Wir gehen weiter zur St. Petri-Kirche (Eintritt, wir haben wie schon 2005 besichtigt) und den Bremer Stadtmusikanten. Wir gelangen zum Livenplatz mit Gebäuden aus dem 18. Jh. (heute vor allem Restaurants). Neben dem Platz befinden sich die Große Gilde (Kaufmannsbruderschaft) und die Kleine Gilde (Handwerkerbruderschaft). Sie wurden in der 2. Hälfte des 19. Jh. im lusuriösen Tudor-Stil erbaut. Weiter geht es zur Börse, in der jetzt das Kunstmuseum untergebracht ist. Der Dom ist eingerüstet (ebenfalls Eintritt und bereits besichtigt) und gelangen schließlich wieder zum Schwarzhäupterhaus. Mit den Rädern fahren wir ins Jugendstilviertel in der Alberta iela und Elizabetes iela, die im Vergleich zu 2005 schön renoviert sind. Abendessen im Zviedru Varti, einem Lokal mit lettischer Küche.

Mittwoch, 30.09.2026, Riga – Tallinn, 313 km

Wir buchen die Fähre nach Helsinki und fahren die A1 und A4/R67 – wieder Bundesstraße – nach Norden, machen Mittagspause an der Ostsee bei Vitrupe. kurz nach 14 h überqueren wir die Grenze zu Estland. Hier fahren wir auf der A4, wo daneben die neue Autobahn gebaut wird. Gegen17:30 h erreichen wir Tallin und haben kurzen Stau wegen der rush hour und erreichen um 18 h den geschotterten Parkplatz (6€ für 24 h) nahe dem Fähr-Terminal und wenige Gehminuten zur Stadtmauer mit der Dicken Margarethe und den Drei Schwestern, drei spätgotische Speicherhäuser. Wir beschließen, im Peppersack, einem Restaurant in einem mittelalterlichen Speicherhaus, wo das Personal in mittelalterlicher Kleidung serviert, Abend zu essen. Das Essen ist köstlich, ebenso das Hausbier nach historischen Rezepten. Wir haben auch Glück, denn heute gibt es auch eine Tanzaufführung und einen „Show-Fight“.
Kurz nach Mittag kam auch die Sonne wieder heraus und es hatte 17°C.

Tanzaufführung im Peppersack

Donnerstag, 1.10.2026, Tallinn – Helsinki, 20 km

In der Früh hatten wir 8°C, bald kommt die Sonne hervor. Gegen 11 h fahren wir zum Fährterminal. Das Einchecken läuft sehr gemütlich ab. Anhand unseres Autokennzeichens werden unsere Tickets erkannt, wir müssen nur die Reisepässe vorweisen. Anscheinend sind neben LKWs und etlichen PKWs nur 2 Camper auf der Fähre. Wir werden hinter einem Kleintransporter direkt an der Ausfahrt von der Fähre eingewiesen. Überpünktlich um 11:52 h läuft die 12 h Fähre aus. Da das Bistro gut besucht ist, entschließen wir uns, ebenfalls hier Mittag zu essen: Regenbogenforellensuppe mit Kartoffeln und viel Dille; Rinderstreifen mit Pommes Frites und Salat. Um 14:15 h legen wir in Helsinki an und fahren zum Camping Rastila, wo wir um 15 h ankommen. Bisher haben wir nur vereinzelt Camper gesehen – auch auf den Camping- bzw. Stellplätzen. Doch dieser Campingplatz ist stark frequentiert.

Mit der U-Bahn fahren wir in etwas mehr als 15 Minuten 10 Stationen zum Hauptbahnhof Rautatientori, das bedeutendste Werk von Eliel Saarinen von 1916 – damals einer der modernsten Bahnhöfe Europas und heute noch immer so funktionell.  Dort landen wir mitten im Zentrum und Gewusel. Am Bahnhofsplatz stehen auch das finnische Nationaltheater, davor das Denkmal des Dichters Aleksis Kivi und gegenüber das Kunstmuseum Ateneum, Finnlands größte Kunstsammlung. Wir gehen zum Senatsplatz mit der lutherischen Domkirche (heute wegen einer Veranstaltung geschlossen), dem Regierungspalais, der Universität und der Nationalbibliothek, bis 2006 Universitätsbibliothek, die als Carl Ludwig Engels Meisterwerk bezeichnet wird. Wir besichtigen das Innere der Bibliothek, besonders beeindruckend ist der Katalogsaal/Rotunde, der durch die Fenster der flachen Kuppel sehr gut belichtet wird. Am Senatsplatz steht die Statue des Zaren Alexander II., der Finnland nach Jahrhunderten der Unterdrückung zum ersten Mal liberale Reformen und wirtschaftliche Erfolge brachte. Dafür stehen die den Zaren umgebenden allegorischen Figuren Recht, Licht (Wissenschaft und Kunst), Friede und Arbeit. Von hier gehen wir noch zum Marktplatz am Hafen mit der Markthalle, ein schönes rot-weißes Backsteingebäude aus 1889 mit exquisiten Köstlichkeiten. Leider haben die meisten Stände um diese Zeit schon geschlossen. Zwischen Marktplatz und der grünen Flaniermeile Esplanade steht der Springbrunnen mit der Bronzefigur der Havis Amanda. Der Brunnen wurde 1908 von Ville Vallgren gestaltet und von den Geschäftsleuten der Nachbarschaft finanziert. Einer Anekdote nach soll der blanke Hintern Havis Amandas gegen jenen Geschäftsmann gerichtet sein, der als einziger nicht mitzahlte. Schließlich geht es mit der U-Bahn wieder zurück zum Campingplatz.

Wir hatten am Nachmittag wieder sonnige, windstille 16°C.

Freitag, 2.10.2026, Helsinki                          

Heute fahren wir wieder mit der Metro und nehmen unsere Räder mit. Die Metrowaggons haben eigene Bereiche für den Gratistransport von Fahrrädern. Nachdem wir uns in der Tourismusinforation am Senatsplatz mit vielen Informationen eingedeckt haben, fahren wir zur Uspenski Kathedrale, der größten russisch-orthodoxen Kirche Nordeuropas. Außen mit rotem Backstein verkleidet, mit vergoldeten Zwiebeltürmchen, das Innere wird von der vergoldeten Ikonostase und Granitsäulen bestimmt. Gegenüber der Kirche steht ein modernistisches Bürohaus, das 1962 nach Plänen des berühmten finnischen Architekten, Stadtplaners und Möbeldesigners Alvar Aalto (1898-1976; er wird in den nordischen Ländern als Vater des „Modernismus“ sowie als Pionier der finnischen Architektur angesehen) errichtet wurde. Auf dem Weg zum Marktplatz werfen wir einen Blick auf die Sauna „Allas Pool“ im Hafenbecken. Das Warmwasserbecken hat 27°C, das Meerwasserbecken 13°C. Es gibt gemischte und nach Geschlechtern getrennte Saunen. Mittlerweile ist es 12 h vorbei und wir kaufen uns am Markt Lachsfilet und Rentiermix, jeweils mit Gemüse und Erdäpfeln. Die Marktstände haben angrenzend auch Zelte für den Verzehr der Speisen. Gestärkt fahren wir zum botanischen Garten „Kaisaniemi“. In den Gewächshäusern findet man Pflanzen aus verschiedenen Kontinenten. Dann fahren wir vorbei am Bahnhof zum „Kiasma“, dem Museum für zeitgenössische Kunst. Jeden ersten Freitag im Monat ist der Eintritt frei. Das Gebäude selbst, geplant von Steven Holl (Eröffnung 1998), ist architektonisch interessant: es besteht aus fünf Etagen mit überlappenden, runden Galerien, die über Rampen, Treppen und Aufzüge erschlossen werden. Die Fassade besteht aus Aluminium und Glas, das Dach aus vorpatiniertem Zink. Gleich dahinter befindet sich die öffentliche Zentralbibliothek „Oodi“, ebenfalls ein architektonisch eindrucksvolles Gebäude, geplant von ALA Architects, eröffnet 2018. Das Gebäude ist ein langgestreckter geschwungener Baukörper aus Holz und Glas. 2019 erhielt die Bibliothek die Auszeichnung „Library of the Year“. Die Bibliothek – eigentlich ein Kulturzentrum – ist ein lebendiger Raum zum Bücherverleih und Lesen, für Veranstaltungen und bietet auch öffentliche Arbeitsbereiche, die mit Computern, Nähmaschinen und 3D-Druckern ausgestattet sind und allen Brucherinnen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können öffentliche Veranstaltungsräume, Videospielbereiche, Tonstudios, ein Kino und eine Küche genutzt werden. Nicht zu vergessen ist im Lesebereich ein geräumiger Kinderbereich.

Es ist schon spät, doch wir fahren noch – vorbei am modernen Konzertgebäude „Musiikkitalo“, das das das Philharmonische Orchester Helsinki, das finnische Radio-Symphonieorchester und die Sibelius-Akademie beherbergt – zur nahen Finlandia-Halle, ebenfalls Alvar Aalto entworfen. Aalto hat nicht nur die Baumaterialien (weißer Carrara-Marmor und grauer Granit) sowie die innere und äußere Form des Gebäudes bestimmt, sondern auch Möbel, Lampen und andere Details entworfen. Der Bau ist Veranstaltungsort für Kongresse, Konzerte und Events. 1975 war sie Tagungsort der KSZE-Schlusskonferenz.

Gegen 18:30 h brechen wir unsere Stadtbesichtigung ab und fahren zurück zum Campingplatz.

Samstag, 3.10.2026, Helsinki

Eigentlich wollten wir nur zwei Tage in Helsinki bleiben, wir haben aber noch nicht alles gesehen, was wir uns vorgenommen haben – bleiben könnte man ja noch etliche Tage. Also fahren wir wieder mit der U-Bahn und mit den Rädern bis zur Station Kamppi. Dort empfangen uns die gewölbten Dachfenster vom HAM, dem Helsinki Art Museum. Vorbei an der Kapelle der Stille (fertiggestellt 2012) fahren wir danach an etlichen Jugendstilhäusern in der Mikonkatu/Aleksanterinkatu vorbei zur Felsenkirche (wegen einer Zeremonie gerade geschlossen). So fahren wir zum Olympiastadion und dann zurück zur Felsenkirche. Diese wurde direkt in den natürlichen Granit gehauen, die rauen Felsoberflächen wurden bewusst unbehandelt gelassen. Die flache Kuppel aus Kupferdraht wird getragen von Betonrippen getragen. Ihr Licht erhält die Kirche durch Glasscheiben zwischen den Rippen. Entworfen wurde die Kirche von den Brüdern Timo und Tuomo Suomalainen, die den Architektenwettbewerb gewonnen hatten. Sie wurde 1969 eingeweiht und wird wegen ihrer guten Akustik auch für Konzerte genutzt. Dann fahren wir wieder zum Markt Mittagessen. Mittlerweile nieselt es leicht. Wir fahren weiter zur Finlandia-Halle und besichtigen die Architektur von innen. Leider kann man den Finlandia-Saal nicht besichtigen. Gleich daneben befindet sich das Music Center, das wir uns ebenfalls ansehen. Das Nationalmuseum gegenüber ist noch bis 2027 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Anschließend fahren wir durch Grünanlagen zum Sibelius-Denkmal – ein Gebilde aus geschweißten und polierten Stahlröhren, die an Orgelpfeifen erinnern. Schließlich radeln wir wieder zurück zur U-Bahn und mit der Metro zum Camper.

Sonntag, 4.10.2026, Helsinki – Porkkala,68 km                                                      

Beim Frühstück scheint wieder die Sonne. Wir verlassen die Stadt – es ist Sonntag und wenig Verkehr – und fahren zur Insel Seurasaari. Eine Holzbrücke verbindet die Insel mit dem Festland. Auf der Insel befindet sich ein Freilichtmuseum, in dem typische, aus verschiedenen Epochen und Regionen stammende Bauten zusammengetragen wurden. Das älteste Gebäude ist die Karuna-Kirche aus 1685, die 1912 nach Saurasaari verlegt wurde. Sie wird gern für Sommerhochzeiten genutzt. Besichtigt werden können die Häuser nur von Mai bis September mit Führung. Am Festland neben der Holzbrücke befindet sich die Villa Tamminiemi, die als Urho-Kekkonen-Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Die Villa wurde vom Kunstmäzen Amos Anderson dem Staatspräsidenten Kyösti Kallio zur Verfügung gestellt. Auch seine Nachfolger haben das Haus genutzt. Präsident Urho Kekkonen nutzte die Villa als offizielle Residenz.
Der Sozialdemokrat gilt zu Recht als die überragende Gestalt der finnischen Nachkriegsgeschichte, die er ein Vierteljahrhundert lang entscheidend prägte – von seiner Wahl im Jahre 1956 bis zu seinem gesundheitlich bedingten Rücktritt im Jahre 1981. Er war der Architekt eines finnischen Sonderweges und verantwortlich für die Verständigungspolitik zwischen Ost und West.
Gekrönt wurden seine Bemühungen durch die so überaus wichtige Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), die zum ersten Mal in Helsinki zusammentrat. Jener Ort, in dem damals viele politische Fäden zusammenliefen, war die Villa Tamminiemi, die Kekkonen als offizielle Residenz nutzte. Hier empfing er Botschafter, Gesandte und Staatschefs, begrüßte u.a. Breschnjew, Gerald Ford und Wily Brandt. Es heißt, dass der Präsident seine ausländischen Gäste bei heiklen Themen gerne in die Sauna der Villa mitnahm und dass dort politische Gegner, die sich nackt und schwitzend gegenübersaßen, plötzlich sehr viel schneller kompromissbereit waren als in den gewohnten Gremien.
Während wir die Villa besichtigen, regnet es. Auf der Weiterfahrt nach Porkkala scheint wieder die Sonne, es hat 15°C. Die letzten km legen wir auf einer unbefestigten Straße zurück und übernachten (N59°58’40.55“ O24°23’40.78“) nahe dem Meer an der Schärenküste. Wie Gerald schon auf seiner Finnlandreise 2011 entdeckt hat, gibt es auch hier Picknickplätze mit Feuerstellen, Holzlager, Hacke und Säge zur freien Benützung.

Montag, 5.10.2026, Porkkala – Kansanpuisto, 241 km

In der Früh regnet es, hört aber bald auf. Wir verlassen unseren schön gelegenen ruhigen Übernachtungsplatz und fahren nach Karjaa bzw. schwedisch Karis – in dieser Region überwiegt der Anteil der Finnlandschweden. Hier gibt es eine Feldsteinkirche (historische Dorfkirche, die im Mittelalter aus unbehauenen oder behauenen Findlingen und Geschieben (Granit, Gneis) errichtet wurde) mit Kalkmalereien und einer barocken Kanzel, doch leider ist die Kirche verschlossen. Auf der Fahrt nach Tammisaari/Ekenäs sehen wir eine unscheinbare Raststätte (Wi-Box) mit Mittagsbuffet um € 13,50. Vorspeise: Salate und Fisch; Hauptspeise: Curryhuhn mit Nüssen, Maiskölbchen und Banane und Dillfleisch, sowie Kaffee oder Tee. In Ekenäs wollen wir uns die Feldsteinkirche, die im Inneren im Stil des Neoklassizismus in den Farben Weiß und Gold gehalten ist, ansehen – leider wieder geschlossen. So fahren wir weiter nach Naantali, einem Kur- und Badeort mit hölzernen Jugendstilbauten, Yachthafen und dem im Sommer geöffneten Themenpark Muminwelt auf der Insel Kailo. Die Feldsteinkirche hier ist ebenfalls geschlossen. Schließlich fahren wir zu einem Übernachtungsplatz auf der Insel Ruissalo südwestlich von Turku.

Dienstag, 6.10.2026, Kansanpuisto – Lenholmen, 48 km

Am Morgen scheint bereits die Sonne und wir haben strahlend blauen Himmel. Wir besuchen Turku, die alte Hauptstadt Finnlands. Erst als Finnland als Großfürstentum dem Zarenreich angegliedert wurde, wurde die Hauptstadt 1812 in das damals viel kleinere Helsinki verlegt. 1827 vernichtete ein verheerender Brand 5/6 der Stadt. Mit dem Wideraufbau nach der Naturkatastrophe wurde der Architekt Engel beauftragt, der Turku mit einem schnurgeraden Rastersystem von Straßen und Plätzen durchzog. Als erstes besuchen wir die Burg, ein trutziger Bau mit zwei viereckigen Türmen und einem Rundturm. Sie ist die älteste mittelalterliche Burg des Landes. Ein Teil führt durch die mittelalterliche Burg, der andere durch das Renaissanceschloss. Über eine Website bekommt man eine ausführliche Beschreibung auch auf Deutsch. Danach fahren wir zu einem zentrumsnahen Parkplatz und besichtigen von hier die Stadt. Zunächst holen wir uns Infos von der Touristeninformation, essen danach in der benachbarten Markthalle, einem schönen Backsteinbau aus 1896, zu Mittag. Danach gehen wir über den Marktplatz, vorbei an der orthodoxen Kirche und einem Pub in einer ehemaligen öffentlichen Toilette – leider erst wieder ab Donnerstag 16 h geöffnet – zum alten Konzerthaus. In drei Tagen wird es endgültig geschlossen – was mit dem Gebäude passieren soll, kann noch nicht gesagt werden. Wir überqueren den Fluss Aurojoki und kommen zum Dom – wegen Renovierung bis 2028 geschlossen – und dann entlang dem Ufer, vorbei an der Statue von Paavo Nurmi, der ja aus Turku stammt, zum neuen Konzerthaus, das erst Ende Oktober eröffnet wird.

Dann verlassen wir die Stadt du fahren in den Schärengarten. Die Runde durch den Schärengarten nach Taivaassalo ist nicht möglich, da ab September die Fähre nach Iniö nicht verkehrt. Zunächst fahren wir nach Pargas/Parainen zur Feldsteinkirche aus dem 14. Jh. – leider ab Herbst nur bis 15 h geöffnet. Hoffentlich können wir sie auf dem Rückweg besichtigen. Über weitere Brücken fahren wir zu einem Parkplatz beim Naturstig Lenholmen, unternehmen dort eine kurze Wanderung und übernachten dort schließlich.

Mittwoch, 7.10.2026, Lenholmen – Waldgrillplatz Santtio, 220 km

 Wir setzen unsere Fahrt auf der Schärenrunde fort und kommen nach wenigen km zur ersten Fähre. Die Fähren unterstehen dem staatlichen Straßenwesen, sind quasi mobile Brücken und sind kostenlos. 10 Minuten dauert die Überfahrt. Dann passieren wir die Brücke über den Norrströmmen. Mit der nächsten Fähre, deren Überfahrt nur 3 Minuten dauert, kommen wir auf die Insel Korpo. Im Ort Korpo besichtigen wir die Feldsteinkirche St. Michael. Dies ist eine der ältesten in Finnland. Das Innere wird von einem Lettner (steinerne oder hölzerne raumhohe Schranke, die den Chor vom übrigen Kirchenraum abtrennt) dominiert. Im Gewölbe befinden sich Malereien aus dem späten 15. Jh., die den Kampf zwischen Gut und Böse beschreiben. Sehenswert ist der dreiteilige Flügelaltar mit Holzschnitzereien. Wir fahren nach Galtby, von wo die Fähre auf die Insel Houtskär ablegt. Diese dürften wir jedoch gerade verpasst haben und wir müssten 1 ¾ h auf die nächste Fähre warten. So verzichten wir auf die restlichen drei Inseln, die in der Wintersaison erreichbar sind, und fahren zurück nach Pargas. Bevor wir zur Feldsteinkirche fahren, tanken wir an der günstigsten Tankstelle, die wir in Finnland bisher gesehen haben (1 l Diesel € 2,379; an den meisten Tankstellen kostet Diesel über € 2,50; Maximum war € 2,599). Die Feldsteinkirche können wir heute besichtigen. Sie wurde wahrscheinlich Anfang des 13. Jh. gegründet, der heutige Kirchenbau datiert auf das 14. Jh. und erhielt später mehrere Anbauten. Der dreischiffige Innenraum ist mit kunstvoll ausgeführten Kreuzgewölben gestaltet. Sie besitzt eine wunderschöne Kanzel (mit Sanduhren, damit der Priester weiß, wie lange er predigen darf/muss?) und ist wesentlich farbenprächtiger als die Kirche in Korpo. Über Turku, die S8, 192, 194 und 196 gelangen wir nach Uusikaupunki. Dort gibt es neben einem tollen Kinderspielplatz und WC einen Wasserhahn, wo wir unsere Wasservorräte wieder auffüllen. Auf einer Anhöhe nördlich der Stadt besichtigen wir noch die vier alten rotgestrichenen Holzmühlen, bevor wir zu unserem Übernachtungsplatz bei Santtio fahren. Hier mitten im Wald befindet sich eine Kota mit Grillstelle, wo wir unser Abendessen grillen.

Donnerstag, 8.10.2026, Santtio – Kristiinankaupunki/Kristinestad, 180 km

Heute fahren wir nach Rauma, eine der schönsten Städte an der Westküste. Die Stadt stellt mit rund 600 Gebäuden aus dem 16.-19. Jh. das größte geschlossene Holzhausareal Skandinaviens dar. Aus diesem Grund wurde sie 1991 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Im Gegensatz zu anderen finnischen Städten wie Helsinki oder Turku, wo noch im 19. Jh. Brände ausgebrochen waren, war der letzte Großbrand in Rauma 1682. So konnte die Bausubstanz aus dem 17. Jh. die Zeiten unbeschadet überdauern. Wir gehen vorbei an den Ruinen der Dreifaltigkeitskirche, die 1640 einem Brand zum Opfer fiel, dann am Marela-Haus, dem Heimatmuseum eines wohlhabenden Reeders, zum Marktplatz mit dem Alten Rathaus und zur Heilig-Kreuz-Kirche. Die Kirche wurde im 15. Jh. als Franziskanerkloster gegründet und 1640 in eine lutherische Kirche umgewandelt. Im Inneren der zweischiffigen Kirche findet man schöne Kalkmalereien im Chor und an den Gewölben. Die in Norddeutschland um 1625 gefertigte Kanzel ist eines der feinsten Kunstwerke der Holzschnitzerei in Finnland. Sehenswert ist auch das Tryptychon im Seitenschiff, das im 15. Jh. In Polen hergestellt und 1640 der Kirche geschenkt wurde. Da wir eine sehr (!!!) ausführliche Führung hatten, wissen wir jetzt alles über die Spender aller Kunstwerke. Schließlich gehen wir im Ravintula Savila auf ein Lounasbuffet (Mittagsbuffet) um € 14,50 und hatten Vorspeisensalate, Lachssuppe, „Moskovpataa“ (Beef Stroganoff), Kaffee und Kekse. Gestärkt fahren wir weiter nach Kristiinankaupunki/Kristinestad. In Rauma hat es manchmal getröpfelt, auf der Fahrt begann es dann zu regnen.

Freitag, 9.10.2026, Kristiinankaupunki/Kristinestad – Vaasa, 196 km

Es hat die ganze Nacht geregnet und es regnet auch am Vormittag leicht weiter. Die Temperaturen bleiben heute einstellig. Wir fahren auf den Marktplatz und besichtigen die Stadt. Mitte des 19. Jhs. war die Blütezeit der Stadt, auf Gund des Handels und der Seefahrt. Aber dann ging die fortschrittliche Entwicklung am Ort vorbei und das Ortsbild gleicht dem Stand von 1850. Romantische Gassen und pittoreske Holzhäuser prägen das Stadtbild. Auf dem Weg zum Rathaus kommen wir an einem alten Brunnen in einem Holzhäuschen mit großem Eisenrad vorbei. Es gibt mehrere dieser Brunnen in der Stadt, aber nur noch einer ist in Betrieb, jedoch mit Elektromotor. Wir gehen weiter zur Ulrika Eleonora Kirche aus 1700 mit einem geneigten Turm. Vielleicht wollte man sichergehen, dass der hohe Turm den starken Westwinden an der Küste standhalten kann. Daneben befindet sich das Zollhäuschen aus 1720, wo alle Waren, die in die Stadt geliefert wurden, verzollt werden mussten. Dann kommen wir zur Tourismusinformation, wo wir Infomaterial auch auf Deutsch erhielten. Nächste Station ist die neue Kristinestadt-Kirche, die lt. Internet geöffnet sein sollte, aber leider auch geschlossen ist. Gegenüber der Kirche steht das Argilander-Haus aus 1731, eines der ältesten zweigeschoßigen Häuser der Stadt. Wir schlendern noch durch die Stadt, bevor wir nach Seinäjoki weiterfahren. Hier befindet sich das von Alvar Aalto gestaltete Gebäude-Ensemble Aalto-keskus – eines der wichtigsten Werke Aaltos – mit Rathaus, Bibliothek, Amtshaus und Stadttheater. Besonders beeindruckend ist die Kirche Lakeuden-Risti, das „Kreuz der Ebene“. Die dunkelblauen keramischen Stabziegel der Fassade des Rathauses schimmern in unterschiedlichem Licht – wenn die Sonne scheint. Die Gebäude gruppieren sich um einen zentralen Platz, dessen Beleuchtung ebenfalls Alvar Aalto plante. Neben der Bibliothek von Aalto wurde 2012 die neue Apila-Bibliothek von Asmo Jaasksi eröffnet, da die Aalto-Bibliothek zu klein wurde. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen. Nur ein paar km weiter in Nurmo befindet sich eine mittelalterliche Kirche, die wir aber auch nur von außen besichtigen konnten. Dann fahren wir schon nach Vaasa auf den Parkplatz beim Freilichtmuseum Bragen, wo wir übernachten.

Samstag, 10.10.2026, Vaasa – Oravis/Kvarken Living, 85 km

Vaasa wurde 1606 vom schwedischen König Karl IX. aus der Vaasa-Dynastie rund 6 km des heutigen Zentrums gegründet. Nach einem verheerenden Barand 1852, der die gesamte Stadt einäscherte, verlegte man die Siedlung 1855 an die heutige Stelle. Die Stadt wurde im neugotischen Stil mit breiten Alleen und großzügigen Plätzen geplant. Leider wurde sie in den 1970-er Jahren durch neue Verkehrsstraßen und Plattenbauten nachteilig verändert. Sehenswert empfinden wir nur einige Jugendstilhäuser und die Markthalle, wo wir uns mit verschiedenen Fischgerichten eindecken. Nach kurzer Besichtigung verlassen wir die Stadt Richtung Replot-Brücke, die mit 1045 m nach der Kronenbrücke (1200 m) in Helsinki die zweitlängste Brücke Finnlands ist. Als Ziel unserer heutigen Tour finden wir einen privaten Übernachtungsplatz am Strand mit Ruderboot und Sauna mit Holzofen. Die nette Besitzerin heizt den Saunaofen an und nach einer kurzen Fahrt mit dem Boot genießen wir am späteren Nachmittag e Sauna mit Blick auf das Meer. Am Abend genießen wir die köstlichen Fische, als uns die Besitzerin der Unterkunft per SMS verständigt, dass Polarlichter in Westen zu sehen sind. Damit endet ein schöner Tag.

Sonntag, 11.10.2026, Oravis/Kvarken Living – Kalajoki, 183 km

Wir verlassen den wunderbaren Stellplatz am Meer und fahren als erstes zur Feldsteinkirche in Munsala. Vor der Kirche begrüßt uns der Fattiggubbe, eine hölzerne Bettlerfigur mit Spendenschlitz. Die Kirche von 1792 mit prächtiger Kanzel und der ältesten Orgel Finnlands, die noch älter als die Kirche selbst ist – sie wurde ursprünglich für die Kirche in Kokkola gebaut und später an die Gemeinde Munsala verkauft – ist leider geschlossen. Gleich daneben steht ein modernes Kirchlein. Da man von außen Leute sieht, geht die neugierige Gabi hinein und steht mitten in einem Gebetsraum, wo ein Gruppe Leute bei Kaffee und Keksen sitzt. Sie begrüßen uns, stellen sich als ukrainische Gemeinde vor und laden uns eindringlich auf einen Kaffee ein – das können wir natürlich nicht ablehnen. Ein Mann spricht gut Englisch und so entsteht ein reges Gespräch. Es stellt ich heraus, dass diese Leute Teil von Ukrainern sind, die schon vor 4 Jahen hier eigewandet und gut integriert sind. Einer der Männer – ein Pastor? – bietet uns dann an, die alte Kirche aufzusperren, damit wir sie ansehen können.
Danach fahren wir weiter nach Nykarleby/Uusikaarlepyy zur Kirche St. Brigitta, gebaut 1708. Sie ist damit eine der ältesten noch genutzten Holzkirchen Finnlands – leider geschlossen. Mittags essen wir beim Badeplatz Fäboda und gehen bei sonnigen 5°C ein wenig am Strand spazieren. Hier finden wir auch einen Wasserhahn und können unseren Wasservorrat wieder auffüllen. Nächster Stopp ist Jakobstad. Hier befinden sich Strengbergs Tabakfabrik und alte Holzhäuser im Zentrum sowie eine Holzkirche. Weiter fahren wir über die „Straße der sieben Brücken“ über mehrere Inseln. Bald danach erreichen wir Kokkola und besichtigen dort leider nur von außen, aber durch große Glasscheiben eine moderne Kirche. Gleich daneben steht ein klassizistisches Gebäude aus 1913, das heute als Renlund-Museum fungiert – mit einer Gemäldesammlung von Hermann Renlund (1850-1903) – schon geschlossen. An mehreren Häusern dieser Gegend findet man sogenannte Tratschspiegel, damit man das Geschehen auf den Straßen beobachten konnte, ohne selbst gesehen zu werden. Sie stammen aus dem 18. Und 19. Jh., besonders in skandinavischen Ländern. Da es damals für Frauen unüblich oder nicht gern gesehen war, auf der Straße zu stehen, bot der Spiegel die Möglichkeit, am sozialen Leben und dem Tratsch teilzuhaben. Wir fahren noch 60 km weiter zu den Dünen von Kalajoki, wo wir gerade noch zum Sonnenuntergang zurechtkommen und uns mit Blick aufs Meer einparken. Zum Abendessen gibt es den Lachs, den wir gestern in Vaasa gekauft haben.

Montag, 12.10.2026, Kalajoki – Oulu, 148 km

Als wir am Morgen die Jalousien öffnen, sehen wir, dass die Scheiben am unteren Rand gefroren sind. Es hatte in der Nacht und auch noch jetzt am Morgen leichte Minusgrade. Wir gehen hinunter zum Meer und sehen, dass nicht nur die Stege durch die Dünen eine Reifschicht haben, sondern auch das flache Meer am Ufer z.T. gefroren ist. Aber es ist sonnig und windstill und deshalb angenehm, spazieren zu gehen. Da eine Gasflasche bereits fast leer ist und die Temperaturen niedrig bleiben sollen, beschließen wir, eine finnische Gasflasche zu kaufen. Unsere Gasflaschen kann man hier weder tauschen hoch befüllen. In Raahe kaufen wir eine Flasche, die einen passenden Anschluss hat und die wir bei allen Prisma-Filialen wieder zurückgeben können. Bei Prisma bekommt man alles, angefangen von Lebensmittel über Kleidung bis Blumenerde. Außerdem befinden sich in diesem riesigen Gebäude weitere Shops wie Apotheke, Optiker und auch Restaurant, das Lounas (Mittagsbuffet) inkl. Salatbuffet, Hauptspeisen samt Beilagen, Pizza sowie Kaffee und Tee zu € 14 anbietet und ansprechend aussieht – und auch gut schmeckt. Am Nachmittag kommen wir in Oulu, das heuer Kulturhauptstadt ist, an und parken uns beim Marktplatz ein. In der Markthalle befindet sich die Tourismusinformation, wo wir uns einen Stadtplan und Infos – auch über Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt – holen. Vor der Markthalle steht der Toripolliisi, eine Bronzestatue eines korpulenten Schutzpolizisten vom Bildhauer Kaarlo Mikkonen, die an die Market Square-Polizisten, die von1906 – 1979 den Marktplatz im Auge behielten und dort die Ordnung aufrecht erhielten, erinnern. Danach schlendern wir durch das Stadtzentrum, vorbei am Theater, der Bibliothek, die wir uns auch von innen ansehen (7 Tage/Woche geöffnet!), dem Kulturcenter, alten Holzhäusern zum Dom und durch die Fußgängerzone zurück zum Camper. Danach fahren wir auf einen Parkplatz beim Stadion, wo wir übernachten.

Dienstag, 13.10.2026, Oulu – Leppiniemi, 41 km

In der Früh ist es wieder sonnig und wir gehen über die Fußgänger- und Radfahrerbrücke zum Dom, der nur von 12-13 h geöffnet hat. In dieser Zeit ist im Kulturhauptstadt-Jahr auch die Klanginstallation „Logos“ von Andrew Melchior zu hören, die mehr als 4000 kosmische Signale in Klang umwandelt.

Die 1777 erbaute Pfarrkirche brannte 1822 ab und wurde 10 Jahre später nach Entwürfen nach C.L. Engel unter Verwendung der beim Brand verschont gebliebenen Mauer wieder aufgebaut. Glockenturm, Deckenkonstruktion und Kuppel wurden beim Wiederaufbau hinzugefügt. Der helle Innenraum mit Marmor und Vergoldungen schafft ein angenehmes Ambiente. Wir gehen weiter zum Museum Tiima. Diese wurde erst am 9. Oktober 2026 eröffnet. Unter einem Dach findet man den Erlebnisraum VISIO mit immersiven Reisen zu z.B. Kosmos und Aurora, das Oulu-Museum zur Geschichte der Stadt, das Wissenschaftszentrum Tietomaa zur Tierwelt Finnlands und wissenschaftlichen Experimenten, und das Kindermuseum. Auch hier im Museum gibt es Seniorenermäßigungen, aber nicht nur für den Eintritt, sondern auch für das Lounas-Buffet. Über den Park Huupisaarten mit dem alten Observatorium gehen wir zurück zum Camper und fahren nach Leppiniemi zu unserem Übernachtungsplatz am Oulujoki.

Mittwoch, 14.10.2026, Leppiniemi – Jormua, 139 km

Heute ist es trüb und es regnet. Wir fahren weiter nach Südosten entlang dem Oulujoki die Straße bergauf und bergab. Nördlich von uns sehen wir auf einem Berg (295 m) Schnee. Dann liegt auch auf den höher gelegenen Straßenabschnitten Schnee neben der Straße. Es hat aber +3°C. Wegen des schlechten Wetters fahren wir Kajaani Cottages, einen der seltenen Campingplätze, die im Winter geöffnet haben, bei Jormua am Ufer des Oulujärvi – dem viertgrößten See Finnlands, nördlich von Kajaani, an. Järvi heißt auf Deutsch See und Joki Fluss und die meisten Flüsse sind nach dem Ort ihrer Mündung benannt. Der Oulujoki mündet also in Oulu in den Bottnischen Meerbusen.

Donnerstag, 15.10.2026, Jormua– Rautavaara, 176 km

In der Früh hat es überraschenderweise schon +7°C. Aber es ist heute bewölkt. Zuerst fahren wir nach Kajaani zur lutherischen Kirche. Im Park dahinter steht die Bronzeskulptur mit dem Titel „Die große Epoche“. Das abstrakte Kunstwerk in Form einer gewundenen Säule von Pekka Kauhanen aus 1990 erinnert an Urho Kekkonen, der seine Jugend- und Schulzeit in Kajaani verbracht hat. Vorbei am Theater gehen wir noch zum Alten Rathaus. Kurz nach Kajaani kommen wir zu einer ABC-Station, (Tankstelle, Markt und Gastronomie mit Lounas-Buffet). Bei der Tankstelle können wir auch unser Camping-WC entleeren und Mittagessern. Dann geht es weiter, bergauf und -ab, wie bisher durch Wälder, nach Iisalmi. Hier sollte sich ein Karelisch Orthodoxes Kulturzentrum befinden, das, wie wir erfahren nach Kuopio übersiedelt ist. Hier befindet sich auch eine alte Brauerei mit Museum. Hier findet Anfang Juli auch das große Bierfest Oluset statt. Nicht weit davon entfernt findet man das Kuappi, das kleinste Restaurant der Welt. Es besitzt zwar eine Bartheke und eine Toilette, aber nur einen Tisch für zwei Personen. Auf der Weiterfahrt kommen wir noch zur Alten Kirche am Ortsausgang mit einem großen Friedhof. Schließlich fahren wir weiter Richtung Osten und biegen 14 km vor Rautavaara in einen Waldweg zwischen zwei Seen ein, der uns nach 6 km zu einem Übernachtungsplatz führen soll. Gerald muss zwei nicht zu große, entwurzelte Bäume auf die Seite drücken, damit wir passieren können, doch letztlich ist eine baufällige Brücke gesperrt. Wir drehen also um und da einer der Bäume, dessen Äste gegen die Fahrtrichtung gerichtet sind und dass Passieren dadurch unmöglich macht, schneidet Gerald mit einer Säge störende Äste ab. Ein paar 100 m weiter finden wir – es ist bereits dunkel – zwischen den Bäumen Platz zum Einparken zwischen dem Harjuntakanen und Valkea-Karsikko (63.537454N,28.110220O).

Stromschnellen des Nurmijoki

Freitag, 16.10.2026, Rautavaara – Koli, 181 km

Wir fahren den Waldweg, der von Heidelbeersträuchern, Erika, Moosen und Flechten gesäumt ist, wieder auf die Bundesstraße 87 zurück und weiter nach Nurmes. In Rautavaara sehen wir im Vorbeifahren, dass die Tür zur Kirche geöffnet ist. Drinnen arbeiten Handwerker und wir fragen, ob wir einen Blick in die Kirche werfen können. Normalerweise ist sie um diese Zeit geschlossen. Nach dem Brand der alten Kirche im Jahr 1979 wurde 1982 wurde die neue Kirche nach Plänen von Sakari Aartelo und Esa Piironen 1992 fertiggestellt. Das moderne helle Innere wirkt einladend. Außerhalb von Nurmes mit seinen Birkenalleen, denen Nurmes den Beinamen „Stadt der Birken“ verdankt, befindet sich das karelische Dorf Bomba mit dem „Bomba-Haus“, benannt nach dem Bauern Jegor Bombin. Das typisch karelische Blockhaus mit den schwarz gestrichenen Rundbalken und weißen Tür-, Fenster- und Balkoneinfassungen ist ein Nachbau des einst größten Hauses Kareliens im heute russischen Teil Kareliens. Das originale Bomba-Haus wurde 1855 vom karelischen Bauern für seinen einzigen Sohn Dimitri gebaut. 25 m lang, 10 m breit und drei Geschoße hoch. Nach dem Tod Dimitris wurde das Erbe auf seine fünf Söhne aufgeteilt. Das Haus wurde zerlegt und aus dem Bauholz wurden fünf normale Häuser gebaut. 1960 entstand die Idee, das Bomba-Haus am Ufer des Pielinen nachzubauen. Im Bomba-Haus befindet sich ein Restaurant mit karelischer Küche. Das Lounas-Buffet mit Salatbar, gebratenen Maränen, gebackenen Hühnerstreifen, Erdäpfelpürree, Gemüseeintopf und mit Milchreis gefüllte Piroggen, die mit Eibutter bestrichen werden, sowie als Nachspeise Pudding mit Cranberry-Mus und Kaffee gibt es um € 15. Im Bomba-Haus befindet sich auch ein kleines Museum zur karelischen Kultur. Im Park wurden auch die Kulissen zum Film „Story of Kaleva“, dem finnischen Nationalepos, aufgebaut. Der Film wurde 2024/25 gedreht, die Premiere erfolgte 2026. Auf der Weiter fahren wir zunächst mit Fähre und dann über Brücken und Dämme auf die Insel Karhusari im See Pielinen, dem fünftgrößten See Finnlands. Schließlich geht es nach Koli, wo wir heute übernachten.
Heute war es bewölkt, zeitweise hat es genieselt.

Waldweg zurück zur 87er

Samstag, 17.10.2026, Koli – Kuopio, 172 km

Seit gestern Abend regnet und nieselt es abwechselnd. Die Wolken hängen tief. Eigentlich wollten wir auf den 347 m hohen Ukko-Koli hinauffahren, entschließen uns aber, gleich nach Kuopio zu fahren. Kurz vor Kuopio lässt sich dann auch die Sonne blicken! Südlich der Altstadt parken wir uns ein und gehen zum Marktplatz mit der Markthalle und dem Rathaus und weiter zur lutherischen Domkirche. Auf dem Weg dorthin kommen wir zuerst an dem neuen Musikzentrum und dann am Lumit (eine Kunsthochschule) vorbei, wo wir erfahren, dass heute Abend das Välke Valotapahtuma – Lichtfestival – stattfindet. Quer durch die Stadt werden von finnischen und internationalen Künstlern Lichtinstallationen dargeboten.

Sonntag, 18.10.2026, Kuopio, 9 km

Heute Früh dampft der See im Sonnenaufgang, es hat knapp über 0°C. Als erstes gehen wir zur Domkirche, die von 10-15 h geöffnet ist. Wir sind kurz nach 11 h bei der Kirche, die Messe endet erst nach 11:15 h. Schließlich können wir das schlichte Innere, das wir gestern schon im Rahmen des Lichtfestivals illuminiert gesehen haben, besichtigen. Anschließend gehen wir zur russisch-orthodoxen St.-Nikolaus-Kathedrale. Dort ist die Messfeier schon vorbei und die Kirche ist eigentlich schon geschlossen, die Türen sind aber noch offen und wir fragen, ob wir noch einen Blick in die Kirche werfen können und wir erfahren einiges über die Kirche. Dann gehen wir zurück zum Camper und fahren zur lutherischen Alava-Kirche. Die Messe endet gerade und so können wir auch diese moderne Kirche vom schweizer Architekten André Schütz aus den 60-er Jahren in Ruhe besichtigen. Der Betonbau spaltet die Meinungen so sehr, dass viele sie für eines die hässlichsten Gebäude der Stadt halten. Uns beeindruckt die Kirche aufgrund ihrer Schlichtheit und dem hellen Inneren sehr. Von hier fahren wir zum Parkplatz am Fuße der Sprungschanzen und steigen die Stufen hinauf auf den 232 m hohen Hügel Puijo und fahren mit dem Aufzug auf den 75 m hohen Aussichtsturm. Von dort hat man eine grandiose Aussicht auf die Seenplatte rund um Kuopio. Die Stadt liegt inmitten des Sees Kallavesi. Zurück beim Parkplatz zwischen Musikzentrum und Yachthafen, spazieren wir nochmals durch die Altstadt. Am Abend gehen wir nochmals zur Alava-Kirche, wo im Rahmen des Välke-Lichtfestivals eine Lichtinstallation Polaris des finnischen Künstlers und Software-Entwicklers Heikki Parkkonen, begleitet von Orgelmusik stattfindet. Der Polarstern als symbolischer Anker: Polaris erzählt die Geschichte, wie das Leben im Norden mit dem Rhythmus langer Dunkelheitsperioden und kurzer, intensiver Lichtmomente verwoben ist und wie die Menschen, die hier leben, seit jeher ihren Platz in diesem Zyklus finden mussten.

Lichtinstallation Polaris

Montag, 19.10.2026, Koupio – Niemisjärvi, 261 km

In der Früh hat es -2°C, die Autos neben uns sind vereist. Aber es ist sonnig und windstill. Heute besuchen wir noch eine weitere moderne, faszinierende Kirche im Nordosten von Kuopio im Ortsteil Männistö, die lutherische St. Johannis-Kirche. Sie wurde von Juha Leiviskä und Pekka Kivisalo entworfen und 1992 eingeweiht. Der hohe Bau der Kirche mit ihrem Glockenturm, erreichtet an einem Hang, dominiert den in den 1960er Jahren gebauten Stadtteil. Das wichtigste Baumaterial der Kirche ist Tageslicht, das den Raum hauptsächlich als indirekte Reflexionen betrifft, die am späten Morgen, während des Morgengottesdienstes am intensivsten sind. Dafür sorgen die hellen Wände, raumhohe Fenster und Dachfenster. Der hohe Kirchenraum ist direkt mit dem Pfarrsaal verbunden, kann jedoch durch Schiebewände abgetrennt werden. Vorbei an der 1934 fertiggestellten Riistavesi-Kirche mit einer schön verzierten Glocke, gegossen in St. Peterburg, im Kirchhof geht es zum orthodoxen Kloster Valamo. Hier gibt es ebenfalls ein Lounas-Buffet mit osteuropäischer Küche: Salatbuffet mit u.a. klostereigenem Sauerkraut, Fischsoljanka, eine säuerlich scharfe Suppe, u.a. Schweins-Wurzel-Eintopf samt Beilagen und als Dessert Topfencreme mit Cranberry und Kaffee. Danach besuchen wir die orthodoxe Klosterkirche mit zahlreichen Ikonen.

Schließlich fahren wir weiter nach Niemisjärvi, wo wir am Ufer des gleichnamigen Sees übernachten.

Dienstag, 20.10.2026, Niemisjärvi – Nelospirtti Camping, 77 km

Am Morgen lag der See nebelverhangen vor uns, aber kurz danach kämpft sich die Sonne durch und gewinnt. In Jyväskylä besuchen wir zunächst das Alvar Aalto-Museum Aalto2, das 2023 umgebaut wurde. Es ist jetzt ein Museumszentrum, in dem Architektur, Design und das kulturelle Erbe Mittel-Finnlands gezeigt werden. Die meiste Zeit verbringen wir in dem Teil, der sich dem Leben und Werk Aaltos widmet. Gleich neben dem Museum befindet sich die von Aalto geplante Universität. Bei unserem Spaziergang durch die Altstadt kommen wir an der Stadtkirche, einer 1880 erbauten Steinkirche mitten im Zentrum im grünen Kirchenpark (wegen Renovierung geschlossen). Sie war die erste Steinkirche in Mittelfinnland. Dann gehen wir an einigen Bauten von Aalto vorbei: Haus der Arbeiter, Schutzwehrgebäude, dem Verwaltungs- und Kulturzentrum mit dem Stadttheater. Dann fahren wir weiter zum Nelospirtti Camping, wo wir die einzigen Gäste sind. Zuvor haben wir angerufen, ob der Platz geöffnet hat. Die Betreiberin bejaht dies und bittet uns anzurufen, wenn wir vor Ort sind. Sie heizt uns die Kota ein, neben der wir campieren und wir heizen die Holzsauna an. Nach drei Saunarunden grillen wir unseren Lachs in der Kota des Campingplatzes. Und wieder ist eine Gasflasche leer.

Mittwoch, 21.10.2026, Nelospirtti Camping – Tampere, 143 km

Heute hatten wir eine sternenklare Nacht. Wir fahren weiter nach Tampere, wo wir als erstes eine neue finnische Gasflasche holen. Dann fahren wir zum Näsinpuistopark, wo wir einen stadtnahen Parkplatz finden. Über die breite Allee Hämeenpuisto kommen wir zur Hauptbibliothek, ein dunkelbrauner runder Komplex, im Inneren durch die Glaskuppel offen und hell. Daneben befindet sich die neugotische Alexander Kirche von 1881, benannt nach Alexander II., dem russischen Zaren und Großfürsten von Finnland. Sehenswert ist die Orgel mit 56 Registern. Von hier gehen wir zum Hauptplatz mit der Alten Kirche, Rathaus und Tampere Theater. In der nahen Markthalle decken wir uns wieder mit Fischspezialitäten ein und gehen weiter zum Laukontori am Hafen mit Blick auf das frühere Industrieviertel Kehräsaari. Über eine anderes ehemaliges Industrieviertel, Finlayson, jetzt pulsierendes Veranstaltungs- und Kulturzentrum, gehen wir zurück zum Camper. Wir haben gelesen, dass Tampere die Saunahauptstadt der Welt ist, beschließen wir, hier auch eine Sauna zu besuchen und finden die Rajaportti Sauna, der älteste öffentliche finnische Sauna, die von einem Verein betrieben wird. Hier glauben wir, ein echtes finnisches Sauna-Erlebnis zu finden. Die Sauna hat getrennte Abteilungen für Männer und Frauen – man sauniert nackt. Die Sauna wird traditionell fünf Stunden lang mit Holz beheizt, der Ofen befindet sich in der Wand zwischen den beiden Bereichen. Die Saunaräume sind zweigeschoßig – im unteren Geschoß befindet sich ein Wasserbecken, über einige Stufen kommt man in den „Schwitzbereich“. Die Finnen gießen pausenlos auf, es wird jedoch zwischendurch nicht gelüftet. Da es in der Nähe der Sauna keinen Platz zum Übernachten gibt, fahren wir einige km weiter zu einem Parkplatz nahe einem See. Dort gibt es eine beleuchtete (geschlossene) Hütte.

Donnerstag, 22.10.2026, Tampere – Hangasmäki / Kankaistenjärvi, 105 km

Gestern sah es so aus, als ob wir in die Einöde fahren. In der Früh entdecken wir, dass sich hier am See ein Wasserskizentrum befindet. Es hat heute Nacht nicht abgekühlt, wir haben 7°C, es ist aber bewölkt. Wir besichtigen zunächst noch die Kalava Kirche am Stadtrand von Tampere. Sie war das erste Bauwerk, das die Architekten Reima und Raili Pietilä für Tampere entworfen haben – und löste durch die unkonventionellen Formen – der Grundriss hat die Form eines Fisches – kontroversielle Diskussionen aus. Fertigstellung 1966. U.a. durch 18 schmale, raumhohe Fenster entsteht ein Gefühl von Größe und Weite. Die Betonwände erinnern an ungebleichtes Leinen. Unterstrichen wird der Eindruck von Natürlichkeit durch das Kiefernholz der Bänke, Orgelfassade und des Altars. Der Betonbau ist außen mit cremefarbenen-beigen Klinkern verkleidet, die auch am Boden im Inneren – hier glasiert – verwendet wurden. Weiter fahren wir zur größten Glashütte Finnlands, Ittala. Von einer Besucherplattform kann man den Arbeitern zusehen, wie sie die verschiedenen Glasgefäße herstellen. Hier werden u.a. die berühmten Vasen und Gläser des finnischen Architekten und Designers Alvar Aalto hergestellt. Im Shop nebenan kann man die Glasexponate sowie Geschirr und Edelstahlgeräte von Fiskars kaufen. Am Nachmittag fahren wir, vorbei an der Pyhän Ristin Kirche in Hattula, nach Hämeenlinna. Neben einer Burg gibt es hier das Geburtshaus von Jean Sibelius. Schließlich fahren wir ein paar km weiter zu einem Stellplatz beim Kankaistenjärvi.

Freitag, 23.10.2026, Kankaistenjärvi – Kukkasjärventie, 92 km

Es geht heute direkt weiter nach Lahti, zuerst mit dem Camper ins Zentrum, wo Gabi Infos und Pläne von der Tourismusinformation holt, dann zur Sibelius-Halle von den Architekten Hannu Tikka und Kimmo Lintula, fertiggestellt 2001.

Der alte Backsteinbau einer alten Möbelfabrik wurde um einem riesigen Glaskomplex erweitert, den man über das Atrium betritt. Die Decke des Atriums stellt den Nachthimmel des 8. Dezember 1865, der Geburt von Jean Sibelius, dar. Mit dem dreigeschoßigen ovalen Konzertsaal, der sowohl für klassische und Pop-Konzerte als auch als Kongresszentrum dient, wurden neue Maßstäbe im Bau von Konzertsälen gesetzt. Der amerikanische Akustikexperte Russel Johnson hat ein kompliziertes System entworfen, das den natürlichen Nachhall des Raumes dämpft. Dadurch kann die Akustik auf allen Plätzen gleich gut empfangen werden.

Wir fahren weiter zur Kreuzkirche und parken uns dort ein. Parkplätze sind in ganz Lahti kostenpflichtig. Dieser Parkplatz ist „mit Kirchengenehmigung“ 3 h gratis. Auf Nachfrage dürfen wir dürfen wir auch nach unserem Kirchenbesuch dort parken. Die Kreuzkirche ist die letzte von Alvar Aalto geschaffene Kirche und wurde 1978 eingeweiht. Die Kirche steht auf einem dreieckigen Grundriss und wird zum Altar hin schmäler und flacher. Die Fassade mit dunkel gebrannten Backsteinen stellt eine Verbindung zu Saarinens Rathaus am anderen Ende der Achse her. Auf der Südseite der Kirche befinden sich 52 kleine quadratische Fenster, die ein großes Kreuz ergeben und damit dem Kirchennamen Pate gestanden haben. Überragt wird die Kirche von einem 40 m hohen Glockenturm mit einem weißen Kreuz. Im Inneren zeichnen weiße Wände, schlichte und klare Linien, viel Licht und sparsame Möblierung die Handschrift Aaltos. In der Kirche finden auch Orgelkonzerte und Aufnahmen des Symphonieorchesters Lahti statt.

Über den Marktplatz gehen wir weiter zur Bibliothek von Architekt Arto Sipinen von 1990. Der von außen unscheinbare Bau ist im Inneren ein offenes System ohne trennende Wände. Gleich daneben befindet sich das Stadttheater von Pekka Salminen von 1983 mit drei Bühnen. Es wurde 1982 mit dem Preis für das Betonwerk des Jahres ausgezeichnet. Über das Rathaus im neugotischen Stil gehen wir zurück zum Camper.

Abschließend fahren wir zum Sportzentrum mit den Sprungschanzen, Eissporthalle, Fußballplatz und Skimuseum. 15 km außerhalb Lahtis finden wir an einem See wieder einen einsamen Platz zum Übernachten.

Samstag, 24.10.2026, Kukkasjärventie – Pyhtää / Savukoski-Brücke, 168 km

In der Nacht hat es geregnet, am Morgen nieselt es nur mehr, ist aber mild. Wir verlassen unseren Stellplatz mit Badestrand, Steg und Grillstelle und fahren nach Kouvola. Vorbei am Rathaus aus 1968 von den Architekten Juha Leiviskä und Bertel Saarnio gehen wir zur lutherischen Zentralkirche von Kaarina und Jaakko Laapotti aus dem Jahr 1978. Interessanterweise befindet sich der Altar an der Längswand des Kirchenraumes. Das Altarbild zeigt Symbole von Christus und den Aposteln – angelehnt an das Abendmahl von Leonardo da Vinci. Die Kirchenglocken stammen aus Österreich. In Kouvola befindet sich auch eine der acht katholischen Kirchen Finnlands, die lt. Internet geöffnet hätte sein sollen, was jedoch nicht der Fall war. Danach fahren wir nach Hamina. Die Stadt wurde im 18. Jh. von schwedischen Stadtplanern sternförmig gebaut. Alle Straßen führen zum zentralen großen achteckigen Platz, in dessen Mitte das Rathaus steht. Hier befinden sich auch die orthodoxe Kirche und die neoklassizistische Johanniskirche von Carl Ludwir Engel – leider alle verschlossen. Wir fahren weiter nach Kotka zum Merikeskus Vellamo, einem modernen Schifffahrtsmuseum in Form einer Meeresbrandung. Dort liegt auch die Tarmo, der älteste Eisbrecher der Welt. Anschließend besuchen wir noch das Maretarium mit der Unterwasserwelt des Landes in 22 Becken. Am Abend fahren wir zu einem Picknickplatz bei einer Museumsbrücke von 1828.

Sonntag, 25.10.2026, Pyhtää – Helsinki, 125 km

Nach dem Frühstück fahren wir 5 km zurück nach Pyhtää und können die sehenswerte Kirche aus dem 15. Jh. noch vor Beginn der Sonntagsmesse besichtigen. Sie ist eine für Südfinnland typische Scheunendachkirche aus Feldsteinen mit schönen Deckenmalereien innen Ihr mittelalterliches Aussehen ist fast unverändert erhalten. Dann fahren wir weiter zur Ruukki Stömfors Bruk, den Komplex mit der ältesten Eisenhütte Finnlands, die 1695 gegründet wurde. Wir fahren nach Loviisa und parken uns vor dem neoklassizistischen Rathaus von 1856 ein. Hier ist die Sonntagsmesse bereits zu Ende und so können wir auch diese neugotische Kirche besichtigen. Im Altarchor befinden sich zwei wertvolle Bibeln: die älteste finnische Bibel aus 1642 und eine Bibel in schwedischer Sprache von 1702. Danach besichtigen wir noch den alten Stadtteil Gamla Degerby mit hübschen alten Holzhäusern. Schließlich fahren wir noch zum Hafen mit den roten Salzspeicherhäusern. Dann geht es weiter nach Porvoo, der zweitältesten Stadt Finnlands. Hier war auch quasi die Geburtsstunde des finnischen Staates. Der russische Zar Alexander I. hat hier im Dom im Jahr 1809 den ersten Landtag einberufen und versichert, die Gesetze und Rechte unverändert gelten zu lassen. Finnland würde als russisches Großfürstentum einen weit selbstständigeren Status erhalten als unter der schwedischen Herrschaft und dass insgesamt das finnische Volk zur Nation erhoben werde. Wir gehen zum Dom, dem einzigen aus dem Mittelalter erhaltenen Gebäude, dann weiter durch die unter Denkmalschutz stehende Altstadt, über den Porvoonjoki, von wo man einen schönen Blick auf die rot gestrichenen Speicherhäuser und den dahinterliegenden Dom hat. Schlussendlich fahren wir auf den Campingplatz Rastila bei Helsinki, wo unsere Reise durch Finnland am 1. Oktober begonnen hat.

Montag, 26.10.2026, Helsinki,  24 km

In der Nacht hat es wieder einmal geregnet, am morgen ist e bewölkt und mild.

Wir fahren mit der Metro ins Zentrum und besuchen Allas Pool, eine Saunalandschaft mit Frauen-, Männer- und gemischten Saunen sowie einem Meerwasser- und Warmwasserschwimmbecken. In der Sauna muss man Badekleidung tragen. Hier gibt es Ermäßigung für Pensionisten und wir zahlen € 14/Person statt € 20. Danach gehen wir in die Markthalle auf einen Rentierteller mit Salat und Erdäpfel. Um 15 h müssen wir den Campingplatz verlassen und fahren auf einen Parkplatz bei der Insel Seurasaari. Von hier aus haben wir es morgen nicht weit zum Fährhafen.

Dienstag, 27.10.2026, Helsinki – Cēsis ,  304 km

Wir fahren um 7:30 h zum Fährhafen und frühstücken erst auf der Fähre. Sie legt – wie auf der Hinfahrt – bereits einige Minuten vor der geplanten Abfahrt (9 h) ab. Die Überfahrt ist wegen des heftigen Windes und dem stärkeren Wellengang unruhig. Trotzdem kommen wir pünktlich um 11:15 h in Tallin an. Dort scheint mittlerweile die Sonne. Wir fahren nach einem Tankstopp weiter über die A4, passieren gegen 15 h die Grenze zu Lettland und kommen ca. um 16:30 h in Cēsis an. Dort gunternehmen wir einen Spaziergang durch die Altstadt zur Burg und dann zurück zum Camper, da es wegen der Umstellung auf Normalzeit schon bald nach 17 h dunkel wird. Beim Stadion von Cēsis parken wir uns zum Übernachten ein.

Mittwoch, 28.10.2026, Cēsis – Kulionys, 327 km

Da es gestern schon dunkel wurde, parken wir uns wieder beim neuen Konzerthaus ein und besichtigen heute nochmals Cēsis. Als erstes besuchen wir die Burg und im Neuen Schloss die Artefakte, die bei den Instandsetzungsarbeiten gefunden wurden. Für die Besichtigung der dunklen Wendeltreppen bekommen wir eine Laterne. In der Altstadt kaufen Brot in der Bäckerei Cesu Maize. Dort werden nur Sauerteigbrote gebacken, nach Kostproben kaufen wir Brot aus Gerstenmehl, Buchweizenbrot und „süßes“ Brot mit Mandeln, Rosinen, getrockneten Marillen, Sonnenblumenkernen und Leinsamen. Die Kirche sollte schon geöffnet haben, doch die Tore sind noch immer geschlossen. Also fahren wir weiter nach Līgatne, einem Ort mit einer ehemaligen Papierfabrik und angeschlossenen Arbeitersiedlung aus 1888. Die historische Werkssiedlung ist weitgehend erhalten, die Papierfabrik selbst stellte nach fast 200 Jahren Betrieb um 2014 die Produktion ein. Nächste Station ist Sigulda, wo wir zum Neuen Schloss und zur dahinterliegenden Burgruine fahren. Da wir noch bis knapp vor Vilnius fahren wollen, geht sich eine Besichtigung nicht mehr aus. Langsam wird es dunkel d unser Navi führt uns über eine 18 km lange unbefestigte Straße mit etlichen Schlaglöchern (auf der Karte sehen wir am Abend, dass diese Straße gleichrangig eingezeichnet ist wie die anderen Landstraßen). Gegen 18 h passieren wir die Grenze nach Litauen und kurz vor 20:30 h erreichen wir endlich den Übernachtungsplatz bei Kulionys, ca. 100 km von Vilnius entfernt.

Donnerstag, 29.10.2026, Kulionys – Vilnius, 78 km

Neben unserem Übernächtigungsplatz befindet sich auch das Museum für Ethnokosmologie. Unter dem Begriff Ethnokosmologie versteht man die Lehre über das Verständnis und die Beziehung von bestimmten Volksgruppen zum Kosmos und dessen Vorgängen, wie Sonnen- und Mondphasen, oder die Bewegungen der Planeten und der Sterne. Zunächst wurde 1978, anlässlich des 125. Jubiläums der Einrichtung des Alten Universitätsobservatoriums der Universität Vilnius, eine Ausstellung auf einer Etage des Teleskopturms des Observatoriums Moletai eröffnet. Der litauische Architekt Vytautas Lisauskas entwarf für das Museum ein Konzept, das sich am Baum des Lebens aus der Nordischen Mythologie orientierte. Die Wurzeln des Baumes fungieren dabei als unterirdische Ausstellungsräume, während der Beobachtungsturm mit der Aussichtsplattform den Baumstamm repräsentiert. Die Gründung des Museums erfolgte inmitten der Unabhängigkeit Litauens am 15. Oktober 1990 durch Beschluss des Präsidiums der Akademie der Wissenschaften.

Es ist das erste Museum in Litauen mit einem 24-Stunden-Betrieb. In den Innenräumen und auf dem Außengelände werden verschiedenste Exponate aus unterschiedlichen Epochen gezeigt. Eine weitere wichtige Aufgabe des Museums ist die Weiterbildung durch Ausstellungen, Vorlesungen und ähnliche Veranstaltungen.

Wir besichtigen das Außengelände und fahren dann – vorbei am geografischen Mittelpunkt Europas – nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens, zuerst vorbei an Plattenbauten, dann an modernen Wolkenkratzern. Dort fahren wir zum Downtown Forest Hostel & Camping. Zuerst gehen wir auf den Berg der drei Kreuze und verschaffen uns einen Überblick über die Altstadt. Wieder hinunter entlang der Neris gelangen wir in die Altstadt, vorbei am Nationalmuseum zum Fürstenpalast und der weißen klassizistischen Kathedrale am Fuße des Burgberges und freistehendem Glockenturm. Danach kommen wir zur Kirche der Barmherzigkeit Gottes, einer im Inneren schlichten Kirche mit einem interessanten Altar mit dem Bild „Die Gnade Gottes“ von 1934, das als wundertätig gilt. Vorbei am Präsidentenpalast kommen wir zum Universitätskomplex mit der Johanniskirche mit einer mächtigen Barockfassade und einem barocken Hochaltar mit Stuck, Marmor, Putten und viel Blattgold. Weiter geht es zum schönsten gotischen Bauwerk Litauens, der gotischen Annenkirche. Zwischen dem Glockenturm und Annenkirche kommt man zur Bernhardinerkirche, einem Stilgemisch von Gotik, Renaissance und Barock. Vorbei an der weißen Theotokos-Kathedrale mit der roten Kuppel, der wichtigsten russisch-orthodoxen Kirche von Vilnius (leider schon geschlossen), kommen wir noch zu zwei weiteren orthodoxen Kirchen: der Paraskeve-Kirche und der St. Nikolaus-Kirche. Dann gehen wir zum historischen Rathaus, der St.-Kasimir-Kirche und essen im Restaurant Etno Dvaras Blinis und Erdäpfelknödel, gefüllt mit Fleisch. Gestärkt machen wir uns auf den Heimweg.

Freitag, 30.10.2026, Vilnius – Chojnów, 550 km

Da wir erst um 12 h auschecken müssen, gehen wir heute direkt ins Zentrum, kommen zur Theotokos-Kathedrale, die heute geöffnet ist und können sie damit besichtigen. Die Kirche besitzt eine fünfstöckige Ikonostase. In einer Kapelle findet gerade ein Gottesdienst statt und wir können die Gesänge hören. Wir gehen weiter in die Gedimino prospektas, die Einkaufsstraße und Flaniermeile von Vilnius und kommen gleich am Nationaltheater mit den drei Musen vorbei, dann am Regierungsgebäude, zum Nationaltheater für Oper und Ballett, und dem LVSO, dem Konzerthaus des litauischen Symphonieorchesters. Bald danach erreichen wir den Lukiškiҷ-Platz, auf dem sich eine Leninstatue befand, die 1991 nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit demontiert wurde. Neben dem Platz befindet sich die St. Philip und Jakob Kirche mit einem Marienbildnis aus dem 17. Jh., dem übernatürliche Kräfte zugesprochen werden. Entlang der Neris mit Blick auf die Skyline von Šnipiskės mit der modernen Hochhausarchitektur gehen wir zurück zum Camper. Über Trakai fahren wir weiter Richtung Grenze. Dort gewinnen wir wieder eine Stunde, da wir die osteuropäische Zeitzone verlassen, verlieren aber ½ h, da an der Grenze zu Polen alle PKW auf einen Parkplatz geleitet und kontrolliert werden. Nach 16 h sind wir dann in Polen und fahren weiter auf der Autobahn – teilweise regnet es heftig – und dann auf einen Waldparkplatz südlich von Warschau.

Samstag, 31.10.2026, Chojnów – Huštěnovice, 504 km

Die Nacht war wie die letzten mild mit Temperaturen knapp unter 10°C. Beim Frühstück beginnt es zu regnen. Trotzdem kommen einige Leute, um mit ihren Hunden Rad zu fahren. Auf der Autobahn Richtung Süden regnet es teilweise, dann ist es wieder trocken. In Częstochowa essen wir in der Brauerei Browsar-Czenstochovia Zurek (Saure Roggensuppe mit Buttermilch und hartgekochtem Ei) bzw. Entensuppe mit Nudeln und anschließend Schweinsfilet in Mascarpone bzw. Rinderbäckchen mit Brokkoli und Erdäpfelpürree. Dazu trinken wir Weizen- bzw. Honigbier. Als wir nach 17 h über die Grenze nach Tschechien kommen, ist es bereits dunkel. Für die ca. 150 km über die Karpaten und durch viele Ortschaften benötigen wir drei Stunden. Von Huštěnovice geht es ca. 2 km auf einer unbefestigten Straße mit vielen Schlaglöchern zum Übernachtungsplatz bei der March.

Sonntag, 1.11.2026, Huštěnovice – Wien, 168 km

Nach dem Frühstück geht es nach Wien und sind um 11 Uhr daheim.

Fahrstrecke: 6774,6 km
Durchschnittlicher Verbrauch / 100 km: 10,4 l
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 57 km/h
Fahrzeit: 117:49 Stunden